Thermoplastische Bodenmarkierungen – Wie kann man sie richtig anwenden?

Jeder kommt tagtäglich mit Bodenmarkierungen in Kontakt. Dabei findet man die meisten im Straßenverkehr, bei dem die Verkehrssicherheit nicht allein von verantwortungsbewussten Verkehrsteilnehmern abhängt, sondern vor allen Dingen durch eine fachgerechte Bodenmarkierung. Dabei können die Bodenmarkierungen nicht nur Verkehrswege kennzeichnen, sondern auch Sperr- oder Parkflächen markieren.

Wozu hierfür früher die Bodenmarkierung aufwändig aufgesprüht werden musste, ist es heute umso zeitgemäßer thermoplastische Bodenmarkierungen zu verwenden. Dazu benötigt man weder Schablonen, LKW noch Maschinen.

Was sind thermoplastische Markierungen?

Thermoplastische Bodenmarkierungen sind vorgefertigte Markierungen, die gebrauchsfertig das ganze Jahr über appliziert werden können. Sie profitieren durch das simple Auftragen, denn dazu benötigt man nicht mehr als einen Straßenbesen und einen Gasbrenner. Durch spezielle Einkerbungen auf dem Material ist es immer ersichtlich, ob schon genügend Hitze auf die Markierung appliziert wurde. Somit ist einfach sicherzustellen, ob die Markierung auch richtig mit dem Untergrund verschmolzen ist. Wenn im Vorfeld die Fläche zum Aufbringen richtig gereinigt wurde und ausreichend durch Gasbrenner festgeschmolzen ist, kann die thermoplastische Markierung bis zu acht Mal länger als übliche Straßenmarkierfarbe haften.

Doch selbst zum einfachen Auftragen der thermoplastischen Bodenmarkierung gibt es einige hilfreiche Tipps und Tricks, die das Auftragen positiv beeinflussen können.

Alles für die perfekte Haftung

Wenn die Position für die Markierung ausgemessen wurde, muss die Fläche vor dem Auftragen der thermoplastischen Bodenmarkierung fachgerecht gereinigt werden. Dazu können grobe Verschmutzungen, wie Steine und Unrat, einfach mit einem Straßenbesen entfernt werden. Um tiefporige Verschmutzungen, wie Ölrückstände oder Schlamm, zu entfernen, lohnt es sich noch einmal mit Wasser und Besen nachzuarbeiten.

Nachdem die Fläche gesäubert wurde, muss sie trocknen, um die Bodenmarkierung im Anschluss direkt aufzubringen. Dazu kann man einfach mittels Gasbrenner die Fläche erwärmen, bis die Feuchtigkeit verdunstet ist.

Im nächsten Schritt ist es sehr wichtig festzustellen, wie alt bzw. wie Bitumen-reich der Untergrund ist. Sollte der Asphalt nicht neu sein, oder der Untergrund grundsätzlich bitumenlos sein, wie es bspw. bei Kopfsteinpflaster der Fall ist, muss ein Primer für die Applizierung auf den Untergrund aufgetragen werden. Der Primer dient hierbei als Haftvermittler und hilft eine starke und langanhaltende Verschmelzung zwischen Untergrund und Bodenmarkierung zu erzielen. Bei Asphalt mit wenig bis kein Bitumen ist der Premark Thermo Primer zur Applizierung zu empfehlen.

Sollte sich es bei dem Untergrund um einen grundsätzlich bitumenlosen Stoff handeln, wie bei Naturstein, Metall, Beton oder Fliesen, ist zur Applizierung der Premark Viaxi Primer geeignet. Wenn der geeignete Primer auf dem Untergrund verteilt wurde, können die Bodenmarkierungen ausgelegt werden. Dazu kann auch mit Primer die Markierung noch justiert werden. Wenn alles perfekt ausgelegt ist, wird nun mit Hilfe des Gasbrenners die Bodenmarkierung mit dem Untergrund verschmolzen.

Hierzu sind die Einkerbungen an der Markierung genauer zu beachten. Wenn die Bodenmarkierung genügend mit dem Gasbrenner auf den Untergrund verschmolzen ist, lassen sich diese Einkerbungen nicht mehr erkennen. Ab diesem Zeitpunkt ist Vorsicht geboten – denn wenn die Bodenmarkierung zu viel Hitze durch den Gasbrenner abbekommt, wird die Bodenmarkierung an der Stelle bräunlich.

Auftragen bei kalten Temperaturen

Premark Bodenmarkierungen eignen sich für die flexible Applizierung zu jeder Jahreszeit und sind unabhängig vom Untergrundzustand. Dabei sollte jedoch auf die Luft- und Asphalttemperatur geachtet werden. Die Mindesttemperatur von 2° Celsius darf beim Aufragen nicht unterschritten werden.

Hierbei ist es empfehlenswert, den Untergrund mit dem Gasbrenner genügend anzuwärmen, so dass die Temperatur idealerweise 10° Celsius oder mehr beträgt. Um beispielsweise Premark-Streifen auf der Rolle einfach und flexibel bei kalten Temperaturen unter 10° Celsius zu applizieren, ist es auch hier hilfreich mit Vorsicht die Rolle mittels Gasbrenner leicht zu erwärmen. Falls eine Premark-Markierung aufgrund von kalten Temperaturen zerbricht, stellt dies keineswegs eine Beeinträchtigung dar. Hierzu legt man einfach die Bruchstellen zusammen und sie verschmelzen beim Aufbrennen wieder miteinander.

Nachstreumittel für den letzten Schliff in Sachen Bodenmarkierung

Um die Sichtbarkeit der Premark Bodenmarkierung zu erhöhen, ist es sinnvoll die applizierte Markierung mit einem Nachstreumittel zu bearbeiten. Das Nachstreumittel bietet nicht nur mehr Griffigkeit, sondern ist auch mit Reflexperlen gespickt, die die Sichtbarkeit bei dunklen Lichtverhältnissen verbessern.

Hierzu lässt sich das Nachstreumittel UCme einfach über die Bodenmarkierung ausstreuen und mit dem Gasbrenner nochmals erhitzen. Das Resultat ist eine retroreflektierende und gut sichtbare Bodenmarkierung. Alle Premark Markierungen sind ISO 9001 zertifiziert, BASt geprüft und belasten die Umwelt nicht. Sie verfügen zusätzlich über einen Selbstreinigungseffekt, der durch Niederschläge Verschmutzungen aus der Markierung spült.

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